
Am 05.05.2012 von 18.30 Uhr bis 22.00 Uhr Präsentation des Buches
Swingtime in Deutschland von Stephan Wuthe in unserem Salon
in der Braubachstraße.
Stephan Wuthe wird in seiner bekannt, lebhaften Art sein Buch “Swingtime in
Deutschland” vorstellen und danach konnten wir ihn zu einer Autogrammstunde
gewinnen.
Wir freuen uns auf Euch und werden unsere Karte für diesen speziellen
Abend mit prickligem und cremig Süssem erweitern. Bitte kommt rechtzeitig,
da die Plätze begrenzt sind.
Der Eintritt ist kostenlos
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Swing ist im Kommen. Vor allem jüngere Leute begeistern sich wieder für den Swing. Woher diese Attraktivität – und warum gerade in Deutschland?
In den zwanziger Jahren locken Gastspiele der besten amerikanischen Bands, der besten Musiker in Paris, Amsterdam, London oder Berlin zig Tausende an. Über das Radio, über Platten, über Filme, Tanzbars etc. feiern die neue Musik und die neuen Tänze gerade in Deutschland wahre Triumphe. Der Trend setzte sich trotz Verboten, Verfolgungen, Behinderungen in der Nazi-Zeit fort: auch in den dreißiger Jahren wurden Jazz-Platten gepresst, deutsche Labels hatten ein erstaunliches Angebot von Count Basie bis zu Benny Goodman oder Duke Ellington, amerikanische Filme mit Swing-Einlagen wurden gezeigt, in einschlägigen Bars wurde »amerikanisch« getanzt, die jugendlichen »Swing-Heinis« demonstrierten feine englische Lebensart, und deutsche Orchester (wie Oscar Joost oder Heinz Wehner) ahmten ihre amerikanischen Vorbilder erfolgreich nach. Ab 1938 wurde die Situation erheblich schwieriger:Jazz oder Swing wurden als »unerwünschte« Stile unterdrückt, Benny Goodman z.B. durfte als jüdischer Musiker nicht mehr gespielt werden, im Radio waren nur noch deutsche Aufnahmen erlaubt. Der mörderische Krieg sorgte dann für das Ende jeder Art von Unterhaltungsmusik, erst recht der »fremdländischen«.
Umso heftiger blühte sie in der Nachkriegszeit wieder auf, insbesondere in den amerikanisch besetzten Teilen Deutschlands, wo Jazz und Swing bald zum Alltag gehörten – dann aber schnell verflachten: als trivial arrangierte Schlagermusik, als Dixieland-Aufwasch. Der Jazz selber wurde eher elitär: als Modern Jazz, Bebop oder Free Jazz. Bis zum erstaunlichen Revival des Swing Ende der achtziger Jahre…
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