Bitter und Zart und das Frauenhaus Frankfurt

 

Als wir im Jahre 2003 unsere wunderschöne Chocolaterie eröffneten, hatten wir keine Ahnung wohin uns diese Reise führen würde. Eines war jedoch klar: Wir waren stolz, Gründerinnen einer Firma und ein von Frauen geführtes Unternehmen zu sein.

Deshalb war es uns schon immer wichtig, andere Frauen zu unterstützen wo es uns möglich ist. Bereits 2004 kollaborierten wir mit dem Frauenhaus Frankfurt und kreierten zusammen mit der Berliner Schokomanufaktur Hamann unsere Frauen Tafel, mit dem Ziel einen Teil der Erlöse der Institution zu Gute kommen zu lassen. 

Mit Hilfe des französischen Chocolatiers Bonnat haben wir unsere Frauen Tafel nun in ein neues Gewand gekleidet und uns mit Hilke Dröge-Kempf vom Frauenhaus Frankfurt über Ihre Arbeit, Wünsche für die Zukunft und warum es gerade in diesem Jahr wichtig ist seine Nächsten zu unterstützen, unterhalten.

Was macht das Frauenhaus in Frankfurt besonders? Wie unterstützen Sie Frauen in Notlagen?

„Charakteristisch für den Verein Frauen helfen Frauen e.V. Frankfurt ist, dass die Arbeit im Verein seit 42 Jahren in einem weitestgehend gleichberechtigten Frauenteam organisiert wird. Wir begreifen uns nach wie vor als feministisches Projekt. 

Der Verein Frauen helfen Frauen unterhält ein Frauenhaus mit 60 Plätzen für misshandelte Frauen mit und ohne Kinder und eine Beratungs- und Interventionsstelle in der Berger Strasse. Unsere Arbeit mit den Frauen und Kindern ist parteilich. Wir unterstützen die Frauen darin, aus der Gewaltbeziehung auszusteigen, wir bieten Obdach und vielfältige Unterstützung auf dem Weg in ein Leben ohne partnerschaftliche Gewalt.“

In wie fern unterstützt die Kollaboration die Arbeit des Frauenhauses?

„Wir versuchen seit der Gründung der ersten Frauenhäuser in der BRD, wozu auch unser Verein in Frankfurt zählt, das Thema häusliche Gewalt in die Öffentlichkeit zu tragen. Wir freuen uns besonders, wenn wir dieses traurige Thema, verbunden mit etwas Schönem, wie zum Beispiel einer Schokolade und das noch vor Weihnachten, thematisieren können.

Das erste Mal erhielten wir die süße Unterstützung durch die Chocolaterie Bitter und Zart im Jahre 2004.“ 

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Frauenhauses?

„Eine schöne Vision wäre, wenn die Frauenhäuser überflüssig würden. Es keine partnerschaftliche Gewalt mehr gäbe. Zunächst aber wünschen wir uns, dass dem Thema häusliche Gewalt durch ein Bündel von Maßnahmen begegnet wird. Hierzu gehört zum Beispiel eine konsequente Anwendung des Gewaltschutzgesetzes, die Möglichkeit eine Schutzunterkunft wie ein Frauenhaus in Anspruch nehmen zu können, unabhängig von der Finanzierung der Plätze. Die Stadt Frankfurt hat nun ab Dezember 2020 zwei Plätze in unserem Haus pauschal finanziert. Dass heißt, wir können jetzt auch misshandelte Frauen aufnehmen, die keinen Anspruch auf Sozialleistungen haben, wie beispielsweise Frauen in der Ausbildung oder Frauen aus anderen EU Ländern, die noch nicht lange in Deutschland gearbeitet haben und die hierfür vorgesehene Frist nicht erfüllen. Ein schönes Weihnachtsgeschenk!“

Das finden wir auch!

Wenn auch Sie das Frauenhaus Frankfurt unterstützen möchten, machen Sie sich oder Ihren Liebsten eine Freude und schenken ein Stück Zuneigung mit unserer Frauen Tafel